logo
de
Sounds from the New World
Konzert: Sounds from the New World
Freitag, 11. Dezember 2026 um 19:00
Beschreibung
Seit der Kolonialzeit übt die sogenannte „Neue Welt“ eine starke Anziehungskraft auf europäische Komponist*innen aus – und umgekehrt. Das Programm widmet sich der Frage, wie die Vorstellung von Amerika musikalische Sprachen geprägt hat und wie europäische und amerikanische Traditionen dabei miteinander in Austausch traten. Antonín Dvořák ließ sich während seines Aufenthalts in den USA intensiv von lokalen Volks- und Spiritualtraditionen inspirieren, darunter afroamerikanische und indigene Musik. William Grant Still, oft als „Dean of African-American Composers“ bezeichnet, integrierte afroamerikanische Idiome in sein Lyric Quartette und entwickelte daraus eine eigenständige amerikanische Klangsprache. Caroline Shaws Entr’acte, inspiriert von einem Streichquartett Joseph Haydns, wirft einen zeitgenössischen amerikanischen Blick auf die europäischen Ursprünge der Gattung. Moderne Klangflächen verbinden sich mit Anklängen an amerikanische musikalische Traditionen. Alberto Ginasteras Streichquartett Nr. 1 schließlich verbindet eine pulsierende rhythmische Energie mit einem ausgeprägt dramatischen und national geprägten Charakter und spiegelt dabei sowohl persönliche als auch kulturelle Landschaften der Amerikas wider. Gemeinsam zeichnen die Werke ein vielschichtiges Bild musikalischer Begegnungen über den Atlantik hinweg – zwischen Aneignung und Inspiration, Tradition und Neuerfindung.
Programm
William Grant Still: Lyric Quartette ~16'
Antonín Dvořák: Streichquartett Nr. 12 F-Dur, Op. 96 'Amerikanisches' ~26'

Caroline Shaw: Entr'acte für Streichquartett ~12'
Alberto Ginastera: Streichquartett Nr. 1, Op. 20 (1948) ~22'
Künstler*innen
© Ettore Causa
Michael Lewin
Violine
Michael Lewin ist 2003 in Berlin geboren und hatte mit 5 Jahren seinen ersten Geigenunterricht. Zu den Höhepunkten seiner bisherigen Laufbahn zählt sein solistisches Debüt in der Berliner Philharmonie mit dem Violinkonzert von Johannes Brahms unter der Leitung von Samuel Lee.Michael ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe, darunter erste Preise bei der ISA Challenge, der Rudolf Matz International String Competition, der ProArt International Violin Competition, der International Moscow Music Competition sowie dem Szymon Goldberg Wettbewerb, bei dem er zusätzlich mit drei Sonderpreisen ausgezeichnet wurde. 2023 errang er den zweiten Preis beim renommierten International Grumiaux Concours.Als Solist war er Gast bei Orchestern wie dem Kammerorchester der Deutschen Oper Berlin, den LGT Young Soloists, dem Philhamonischen Orchester Khmelnytskyi und den Havel-Symphonikern. Eine ebenso intensive Rolle nimmt die Kammermusik in seinem Schaffen ein. Er gastierte bei Festivals wie dem Chamber Music Connects the World Festival der Kronberg Academy, dem Gstaad Menuhin Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem ISA Festival, dem IMS Prussia Cove, dem NUME Festival, dem Chamberlab Montecastelli, den Brandenburgischen Sommerkonzerten, Chieti Classica sowie den Golden Violins of Odessa. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören Künstler wie Christian Tetzlaff, Ettore Cause, Gidon Kremer, Daniel Hope, Simon Crawford-Phillips, Edgar Moreau und Karolina Errera. Weitere künstlerische Impulse erhielt er von Leonidas Kavakos, Vilde Frang, Vadim Gluzman, Kolja Blacher, Ulf Wallin, Chaim Taub, Dora Schwarzberg, Rainer Schmidt, Gerhard Schulz, Erik Schumann und Boris Kusnezov.Michael war von 2015 bis 2022 Jungstudent am Julius Stern Institut der UdK Berlin bei Prof. Bernhard Hartog und bekam gleichzeitig Unterricht in Wien bei Prof. Dora Schwarzberg. Derzeit studiert Michael an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Prof. Antje Weithaas. Zudem ist er Mentee im Stretton Excellence Mentorship Program unter der Anleitung von Yamen Saadi. Michael spielt eine Violine von G. F. Pressenda (Turin, 1823), die ihm durch eine großzügige Leihgabe eines Mitglieds der Stretton Society ermöglicht wird.
© Andrej Grilc
Chiara Sannicandro
Violine
Die deutsch-italienische Geigerin Chiara Sannicandro, in Salzburg geboren, begeistert ihr Publikum mit ihrem ausdrucksstarken und authentischen Spiel. Als Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe wurde sie unter anderem beim International Joseph Joachim Competition (2021), beim Brahms-Wettbewerb in Pörtschach, beim Hudson Valley String Competition (NY) sowie beim Rahn Musikpreis in Zürich ausgezeichnet. Als Solistin trat Chiara mit Orchestern wie dem NDR Hannover, dem Göttinger Symphonieorchester, der Philharmonie Salzburg und der Camerata Bern auf. Darüber hinaus ist sie eine aktive Kammermusikerin und Mitglied des Trio Brontë, das kürzlich den 1. Preis in der Kategorie Klaviertrio beim Internationalen Kammermusikwettbewerb „Schubert und die Musik der Moderne“ in Graz gewann. Sie war bei bedeutenden Festivals wie dem Heidelberger Frühling, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, Davos, Ernen, Lockenhaus, dem Elba Music Festival, Trame Sonore und Classiche Forme zu Gast. Chiara begann im Alter von neun Jahren ihre Violinausbildung im Pre-College-Programm des Mozarteums Salzburg bei Klara Flieder. Anschließend setzte sie ihre Ausbildung bei Mauricio Fuks an der Jacobs School of Music in Bloomington und bei Rainer Schmidt an der Musik Akademie Basel fort. Zuletzt schloss sie ihr Studium bei Antje Weithaas an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin mit höchster Auszeichnung ab. Sie spielt eine Violine von Matteo Goffriller aus Venedig aus dem Jahr 1723, die ihr von der Deutschen Stiftung Musikleben Hamburg großzügig als Leihgabe zur Verfügung gestellt wird.
© Sophie Williams
Miguel Erlich
Bratsche
Der portugiesische Bratschist Miguel Erlich tritt derzeit als Solist, Kammermusiker und Orchestermusiker in Europa, Amerika und dem Nahen Osten auf – unter anderem in renommierten Sälen wie dem Lincoln Center, Concertgebouw Amsterdam, Wigmore Hall, Royal Albert Hall, der Elbphilharmonie, Philharmonie de Paris, Berliner Philharmonie, Dubai Opera und dem NCPA in Peking. Er war bei Festivals wie Krzyżowa-Music, den Dresdner Musikfestspielen, IMS Open Chamber Music, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, NUME, dem Festival d’Aix-en-Provence, dem Festival de Pâques und dem Alderney Chamber Music Festival zu hören. Miguel war Solobratschist des Ensemble Resonanz, der Portugiesischen Kammerorchester und des European Union Youth Orchestra, unter anderem, und ist regelmäßig als Gast-Stimmführer bei dem Budapest Festival Orchestra und der Luxemburger Philharmonie tätig. Er war außerdem Gründungsmitglied des Stravinstrios, das unter anderem den 1. Preis beim portugiesischen Radiowettbewerb Prémio Jovens Músicos sowie beim Concorso Internazionale Saverio Mercadante gewann. Das Stravinstrio brachte ihm gewidmete Werke zur Uraufführung, die im Radio und Fernsehen in Portugal und Italien ausgestrahlt wurden. Miguel studierte bei Tabea Zimmermann an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, am portugiesischen Nationalkonservatorium bei Anne Victorino D’Almeida und António Pereira und besuchte Meisterkurse unter anderem bei Lawrence Power, Ettore Causa, Lars Anders Tomter, Gérard Caussé, Tatjana Masurenko, Leo De Neve, Pauline Sachse und Christophe Desjardins. Er lebt derzeit in Berlin und wird in der Saison 2025/26 von der Deutschen Orchester-Stiftung unterstützt.
© Shinjoong Kim
Yehjin Chun
Cello
Die südkoreanische Cellistin Yehjin Chun studierte bei Konstantin Heidrich an der Universität der Künste Berlin und setzte ihr Studium anschließend bei Jens Peter Maintz fort. Im Sommer 2021 absolvierte sie ihr Konzertexamen an der Hochschule für Musik Weimar bei Wolfgang Emanuel Schmidt. Neben ihrem Studium erhielt sie weitere musikalische Impulse von David Geringas, Heinrich Schiff und Christian Poltéra. Sie ist mehrfache Preisträgerin bei nationalen und internationalen Wettbewerben, darunter dem Strad-Wettbewerb in Korea und des 2. Preises beim Asia Youth Competition in Singapore. 2018 erreichte sie das Finale beim Internationalen Isang Yun Competition, wo sie auch mit dem Seong-Yawng Park Sonderpreis ausgezeichnet wurde. Als Solistin gastierte sie mit Orchestern wie der Thüringen Philharmonie, der Jenaer Philharmonie und dem Tongyeong Festival Orchestra. Derzeit spielt sie regelmäßig als Mitglied (Solocello) bei der Kammerphilharmonie Metamorphosen Berlin und ist Gründungsmitglied des neuen Kammermusik-Kollektivs „Tonhain Kollektiv“. Bereits seit einigen Jahren widmet sie sich auch dem Unterrichten. Zu den Erfolgen ihrer Schüler:innen zählen unter anderem Preise bei renommierten Wettbewerben wie dem the Queen Elisabeth Competition, dem Internationalen Witold-Lutosławski-Cellowettbewerb sowie bei „Jugend musiziert“. Seit Oktober 2025 unterrichtet sie zudem als Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Sie spielt ein Violoncello von Giovanni Grancino, Mailand 1705.
© Alan Agence Photography
Leonard Disselhorst
Cello
Leonard Disselhorst, Mitbegründer des Tonhain Kollektivs, erhielt seinen ersten Cellounterricht mit 7 Jahren. Er absolvierte ein Frühstudium an der Musikhochschule Hannover, studierte an der Musikhochschule Karlsruhe bei Prof. Martin Ostertag und an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Jens Peter Maintz. Weitere Studien beim Artemis Quartett und bei Günter Pichler ergänzen seine musikalische Ausbildung. Leonard war Mitglied im Bundesjugendorchester und spielte unter Dirigenten wie Sir Dennis R. Davies und Sir Simon Rattle. Er ist ein aktiver Solist und Kammermusiker im In-und Ausland. Leonard hat mehrere Preise gewonnen, darunter den 1. Preis und alle Sonderpreise beim renommierten Concours de Genève. Er ist Gründungsmitglied des vision string quartet, das 2020 für seine bei Warner erschienene Debüt-CD mit dem OPUS KLASSIK ausgezeichnet wurde. Im September 2021 folgte das Album SPECTRUM, mit Eigenkompositionen und Arrangements aus Folk, Pop, Rock, Funk, Minimal und Singer-Songwriter Music. Leonard spielt auf einem Cello von Gaetano Antoniazzi, Mailand 1892.
Karten
Abonnieren Sie unseren Newsletter, um die neuesten Nachrichten zu erhalten
Photography:Clara Evens
Web design:
Benjamin Lai