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Tonhain Kollektiv X Trio Incendio
© Clara Evens
Carte Blanche: Tonhain Kollektiv X Trio Incendio
Sonntag, 1. November 2026 um 17:00
Beschreibung

Ein Abend voller klanglicher Entdeckungen: Gemeinsam mit Trio Incendio, einem der führenden Klaviertrios seiner Generation, lädt das Tonhain Kollektiv zu einer musikalischen Reise durch das Europa der Jahrhundertwende ein.

Den Auftakt macht Claude Debussys selten gespieltes Klaviertrio in G-Dur – ein frühes Werk voller jugendlicher Frische, in dem sich bereits jene schillernden Klangfarben ankündigen, die später den französischen Impressionismus prägen sollten. Gabriel Faurés Klavierquartett Nr. 1 führt diese französische Klangwelt weiter: zwischen melancholischer Innigkeit, leidenschaftlichem Aufbruch und tänzerischer Leichtigkeit entfaltet sich ein Werk von außergewöhnlicher emotionaler Tiefe.

Mit Alexander Glazunows Streichquintett öffnet sich schließlich eine ganz andere Klanglandschaft. Virtuos, farbenreich und von russischer Klangtradition geprägt, verbindet das Werk spätromantische Wärme mit überraschender Leichtigkeit und raffinierter kammermusikalischer Gestaltung.

Französische Impressionismus-Vorboten treffen auf russische Spätromantik – drei Werke, drei unterschiedliche Klangsprachen und ein gemeinsamer roter Faden: die Suche nach neuen Farben und Ausdrucksformen an der Schwelle zum 20. Jahrhundert.

Das Konzert ist eine Zusammenarbeit des Tonhain Kollektivs mit Trio Incendio und wird unterstützt von Vážný zájem und dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

Programm
Claude Debussy: Klaviertrio G-Dur ~22'
Gabriel Fauré: Klavierquartett Nr. 1 c-Moll, Op. 15 ~34'

Alexander Glazunow: Streichquintett A-Dur, Op. 39 ~30'
Künstler*innen
© Clara Evens
Trio Incendio
Das 2016 in Prag gegründete Trio Incendio vereint die Pianistin Karolína Františová, den Geiger Filip Zaykov und den Cellisten Vilém Petras. Das Ensemble hat sich als eines der vielversprechendsten jungen Kammermusikensembles seiner Generation etabliert und tritt europaweit an renommierten Veranstaltungsorten und bei bedeutenden Festivals auf. Das Trio Incendio ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe, darunter der Joseph-Haydn-Wettbewerb in Wien, der Joseph-Joachim-Wettbewerb in Weimar, der Gianni-Bergamo-Preis für klassische Musik in Lugano, die Coop Music Awards in Cremona, der Kiejstut-Bacewicz-Wettbewerb in Łódź und der Bohuslav-Martinů-Wettbewerb in Prag, bei dem das Trio zudem einen Sonderpreis für die beste Interpretation von Martinůs Musik erhielt. Zuletzt wurde das Ensemble von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz und der Stiftung Villa Musica mit dem Hans-Gál-Preis ausgezeichnet. Als Mitglied der European Chamber Music Academy (ECMA) hatte das Trio Incendio die Gelegenheit, regelmäßig mit renommierten Musikern und Professoren zusammenzuarbeiten, darunter Hatto Beyerle, Johannes Meissl, Alexander Lonquich, Julius Berger, Boris Berman, Itamar Golan, Marianna Shirinyan und Jan Talich. Im Jahr 2019 wurde das Trio eingeladen, sich „Le Dimore Del Quartetto“ anzuschließen. Das Ensemble nahm zudem an Meisterkursen bei Rainer Schmidt und Alfred Brendel teil, darunter zwei öffentliche Meisterkurse zu Schuberts Klaviertrios im Rudolfinum in Prag. Eine dieser Veranstaltungen wurde von Supraphon auf DVD veröffentlicht. Das Trio Incendio nimmt regelmäßig an der Internationalen Sommerakademie in Reichenau teil, die von der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien organisiert wird. Dort wurde es mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Wiener-Klassik-Preis, der Bohuslav-Martinů-Preis, der AHUV-Preis, der Kammermusikpreis und der Publikumspreis. Das Trio trat an führenden europäischen Spielstätten wie der Berliner Philharmonie, der Wigmore Hall und dem Prager Rudolfinum sowie bei Festivals wie Ticino Musica, dem Davos Festival, dem Ohrid Summer Festival und dem Prager Frühling auf.
© Michael Hübner
Friedemann Slenczka
Bratsche
Friedemann Slenczka ist 1. Solobratscher an der Komischen Oper Berlin. Vorher war er 1. Solobratscher im Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt. Als Kammermusiker spielt er auf Festivals wie dem Heidelberger Frühling, dem PODIUM Festival Esslingen, dem Beethovenfest Bonn, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem Kyoto International Chamber Music Festival. Er gastierte als Solist bei Orchestern wie der Philharmonie Baden-Baden, dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt und dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim. Er studierte an der UdK Berlin bei Hartmut Rohde.
© Shinjoong Kim
Yehjin Chun
Cello
Die südkoreanische Cellistin Yehjin Chun studierte bei Konstantin Heidrich an der Universität der Künste Berlin und setzte ihr Studium anschließend bei Jens Peter Maintz fort. Im Sommer 2021 absolvierte sie ihr Konzertexamen an der Hochschule für Musik Weimar bei Wolfgang Emanuel Schmidt. Neben ihrem Studium erhielt sie weitere musikalische Impulse von David Geringas, Heinrich Schiff und Christian Poltéra. Sie ist mehrfache Preisträgerin bei nationalen und internationalen Wettbewerben, darunter dem Strad-Wettbewerb in Korea und des 2. Preises beim Asia Youth Competition in Singapore. 2018 erreichte sie das Finale beim Internationalen Isang Yun Competition, wo sie auch mit dem Seong-Yawng Park Sonderpreis ausgezeichnet wurde. Als Solistin gastierte sie mit Orchestern wie der Thüringen Philharmonie, der Jenaer Philharmonie und dem Tongyeong Festival Orchestra. Derzeit spielt sie regelmäßig als Mitglied (Solocello) bei der Kammerphilharmonie Metamorphosen Berlin und ist Gründungsmitglied des neuen Kammermusik-Kollektivs „Tonhain Kollektiv“. Bereits seit einigen Jahren widmet sie sich auch dem Unterrichten. Zu den Erfolgen ihrer Schüler:innen zählen unter anderem Preise bei renommierten Wettbewerben wie dem the Queen Elisabeth Competition, dem Internationalen Witold-Lutosławski-Cellowettbewerb sowie bei „Jugend musiziert“. Seit Oktober 2025 unterrichtet sie zudem als Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Sie spielt ein Violoncello von Giovanni Grancino, Mailand 1705.
© Clara Evens
Luke Hsu
Violine
Luke Hsu, Mitbegründer des Tonhain Kollektivs, ist ein weltweit gefragter Geiger und Komponist. Er wird als "eine Klasse für sich, der sein Instrument perfekt beherrscht" (Montreal Gazette) und "geniale Interpretationen" (Le Soir, Brüssel) mit "unbändigem Enthusiasmus" (IndyStar) bietet. Geboren in Shanghai, aufgewachsen in Houston und derzeit in Berlin lebend, kennt Lukes künstlerische Philosophie keine Grenzen. Er schöpft bei seinen Interpretationen aus seiner Leidenschaft für Geschichte, Kultur und Volksmusik und setzt sich für die Musik unserer Zeit ebenso begeistert ein wie für die der Vergangenheit. Luke ist als Solist in der Wigmore Hall, auf Schloss Windsor, im Kennedy Center, im Herkulessaal, in der Philharmonie Berlin, im BOZAR und vielen anderen aufgetreten. Er hat als Solist mit zahlreichen renommierten Orchestern zusammengearbeitet, zuletzt mit dem Sinfonieorchester Basel, dem Belgischen Nationalorchester und dem Königlichen Kammerorchester der Wallonie, und arbeitete eng mit bedeutenden Dirigenten wie Leonard Slatkin, Pascal Vierrot, Nikolaj Znaider, Hugh Wolff, Cristian Macelaru und Jean-Jacques Kantorow zusammen. Als Preisträger des Königin-Elisabeth-Wettbewerbs hat Luke bei vielen der renommiertesten Violinwettbewerbe der Welt Preise gewonnen. Er gewann die Bronzemedaille, den Bach-Preis und den Preis für die Mozart-Sonate beim 10th Quadrennial International Violin Competition of Indianapolis und den ersten Preis beim ISANGYUN-Wettbewerb. Weitere wichtige Preise erhielt er bei den Wettbewerben Nielsen, Wieniawski, Michael Hill und Paganini.
Karten
Sponsoren
Vážný zájem
Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds
Jacques' Weindepot Friedenau
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