
Ein Abend voller klanglicher Entdeckungen: Gemeinsam mit Trio Incendio, einem der führenden Klaviertrios seiner Generation, lädt das Tonhain Kollektiv zu einer musikalischen Reise durch das Europa der Jahrhundertwende ein.
Den Auftakt macht Claude Debussys selten gespieltes Klaviertrio in G-Dur – ein frühes Werk voller jugendlicher Frische, in dem sich bereits jene schillernden Klangfarben ankündigen, die später den französischen Impressionismus prägen sollten. Gabriel Faurés Klavierquartett Nr. 1 führt diese französische Klangwelt weiter: zwischen melancholischer Innigkeit, leidenschaftlichem Aufbruch und tänzerischer Leichtigkeit entfaltet sich ein Werk von außergewöhnlicher emotionaler Tiefe.
Mit Alexander Glazunows Streichquintett öffnet sich schließlich eine ganz andere Klanglandschaft. Virtuos, farbenreich und von russischer Klangtradition geprägt, verbindet das Werk spätromantische Wärme mit überraschender Leichtigkeit und raffinierter kammermusikalischer Gestaltung.
Französische Impressionismus-Vorboten treffen auf russische Spätromantik – drei Werke, drei unterschiedliche Klangsprachen und ein gemeinsamer roter Faden: die Suche nach neuen Farben und Ausdrucksformen an der Schwelle zum 20. Jahrhundert.
Das Konzert ist eine Zusammenarbeit des Tonhain Kollektivs mit Trio Incendio und wird unterstützt von Vážný zájem und dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.